Am großen Gemeinschaftstisch der Ernährungen, sehen wir regelmäßig, viele Foodfights.
Es scheint so, dass jeder, wirklich jeder, eine starke Meinung darüber hat, was DIE richtige Art ist sich zu ernähren. Diese Unterhaltung zu haben ist toll und auch gut, denn wir alle wollen wissen, welche Diät die beste ist. Wir alle wollen wissen welche magische Kombination aus Lebensmitteln Krankheiten heilt, den Welthunger stillt und uns fantastisch aussehen lässt.

Nun, wie sag ich das jetzt, es gibt keine BESTE Art.

Das liegt hauptsächlich daran, dass EINE Art der Ernährung, kaum zu ca 7,5 Milliarden Menschen passen kann. Menschen sind verschieden. Sie haben unterschiedliche Fitness Level, Fähigkeiten, Körperkompositionen, Ernährungsvorlieben oder Ausschlüsse, Budgets, Ernährungswissen und Grundlagen, Prioritäten, Termine, ethische Hintergründe und Herkunft, Biologie und wahrscheinlich noch in vielem mehr.

Unterschiedliche Menschen brauchen unterschiedliche Arten von Ernährung.

Wir wissen auch, durch anthropologische Studien, dass verschiedene Kulturen aus der ganzen Welt sich aus unterschiedlichen Ernährungsmodellen entwickeln. Zum Beispiel ernähren sich die arktischen Inuit sowie die Ost -afrikanischen Masai hauptsächlich aus tierischen Produkten mit hohem Fettanteil und wenig Gemüse.
Im Gegensatz dazu, besteht die Ernährung der Kitavans im Süd-Pazifik, sowie die der Hadza aus Ost-Afrika und vieler Gruppen aus dem Amazonbecken, aus wenig Fett aber viel Gemüse und stärkehaltigen Kohlenhydraten. Unterdessen ernährt sich das Buschvolk aus der Kalahari Wüste hauptsächlich von Nüssen und Samen.

Der menschliche Körper adaptiert erstaunlich viele verschiedene Arten der Ernährung.

Als Ernährungscoach, ist es meine Aufgabe meine Klienten – als einzigartige Personen – an IHR Ziel zu bringen. Das zu tun was für sie wichtig ist und das Beste für SIE!

Die besten Coaches haben daher nicht nur EINE Ernährungsphilosophie.
Gute Coaches nutzen eine flexible Herangehensweise, in dem sie Ideen, Einblicke und Tools von allen Seiten heranziehen. Sie lehren fundamentale Ernährungsprinzipien und Skills, welche universal eingesetzt werden können.

In Wahrheit ist DIE beste Diät/ Ernährung die Die Du tatsächlich beibehalten kannst. Für immer!

Forschung zeigen:

Kleine Änderungen in der Ernährung – wie zum Beispiel der exakte prozentuale Anteil der jeweiligen Makronährstoffe, spezielle Lebensmittel, oder welche Art von Kohlenhydraten Menschen essen – spielen nicht wirklich eine Rolle. Anscheinend ist es bei vielen Arten der Ernährung oder der Diät so, dass sie für verschiedenste Ziele funktionieren, jedoch nur wenn die Person konstant und über laaaaaaaaaange Zeiträume diese beibehält. (Das bedeutet nicht, dass Du 6 Wochen abgenommen hast- oh yeah es funktioniert und dann in 4 Wochen die Hälfte wieder drauf hast- hm muss wohl nochmal 6 Wochen- wenn es funktionieren würde, würdest Du nicht aufhören sondern ohne Zwang und Disziplin weiter damit leben.)

Lasst uns also gemeinsam vom tobenden Streit am Tisch aufstehen.
Sei offen für Neues und bleib bescheiden.
Probiere neue Methoden aus und bleibe trotzdem den gut etablierten Prinzipien treu. Was brauchst Du um dein bestes Du zu sein? Klar, gute Ernährung. Aber wenn das keine spezifische Diät oder Art ist, was soll „gute Ernährung“ dann überhaupt bedeuten?
Als erstes muss mal klar sein, dass gute Ernährung kein Glaube ist sondern Wissenschaft!
„Gute Ernährung“ basiert auf starken Daten aus Studien und sollte regelmäßig ein Update bekommen, sofern bessere Daten, also Beweise, zur Verfügung stehen.
Sie sollte individuelle Präferenzen der Person enthalten, die sie umsetzt und Sinn in deren leben ergeben!

Des Weiteren wird durch „Gute Ernährung“:

– unser Energie-Niveau balanciert: Wir essen weder zu viel, noch zu wenig, so bleiben wir fit und gesund.

– gute Nährstoffe zur Verfügung gestellt. Die Lebensmittel haben eine hohe Nährstoffdichte, in Proportion zu den Kalorien

– unsere Performance, unser Aussehen und unser Körpergefühl verbessert. Durch gute Ernährung wird das was Dir am wichtigsten ist besser. Sei es deine athletische Performance oder lean zu sein oder Dich einfach gesünder zu fühlen.

– Nachhaltigkeit gefördert. Wir denken an das große ganze und zwar in Hinblick auf das Durchhalten als Person, sowie unserem Fußabdruck auf unserem Planeten.

– Wahrnehmung und Aufmerksamkeit involvieren. Wir essen langsamer und bewusster um das Feedback unseres Körpers abzuwarten und bessere Entscheidungen treffen zu können.

– regelmäßige Bewegung unterstützen. Gute Ernährung ist gepaart mit regelmäßiger Aktivität, so können unsere Nährstoffe besser für uns arbeiten.

– Zielorientiert sein. Unsere Lebensmittelentscheidungen führen zum gewünschten Ergebnis und falls nicht passen wir sie an.

Ein gesetzte Kriterienliste wie diese über gute Ernährung zu haben, hilft uns zu entscheiden was wir essen wollen, egal in welche Schublade wir das jeweilige Essen sonst stecken würden.

Als Coach entscheiden wir oft und viel. Bevor wir jedoch entscheiden fragen wir uns woher wir wissen, was wir wissen.

Was unterstützt unser Empfinden über das Richtige oder die Wahrheit?
Wir nutzen Daten um diese Entscheidungen zu treffen. Daten die man gesammelt aus Gesprächen mit den Klienten, bereits begleiteten Klienten, Feedback, wissenschaftliche Studien und akkumulierte Erfahrung als Coach.

Man nennt das evidenzbasiertes Arbeiten.

Ein systematisches Denken um Erlerntes Durch wissenschaftliche Daten, mit professioneller Erfahrung und den individuellen Präferenzen und Bedürfnissen der Klienten, anzuwenden.
Diese Bereiche zu verbinden und nicht nur auf Studien zurückzugreifen, macht den großen Unterschied. Die meisten medizinischen Studien ergeben einen Durchschnitt. Das Ergebnis wird zusammengefasst. Zum Beispiel: Der Durchschnittliche Zuwachs der reinen Muskelmasse durch das Programm X betrug 5kg. Wir coachen jedoch keinen Durchschnitt, sondern einzelne Individuen. Wenn wir die eigentlichen Daten anschauen, stellen wir fest, dass individuelle Ergebnisse dahin tendieren, eine Kurve abzubilden. Anders gesagt, manche profitieren stark andere weniger und wieder andere gar nicht oder haben sogar einen Nachteil. Eine bestimmte Studie kann also nie genau auf eine bestimmte Person angewandt werden. Deshalb entscheiden wir auch nach mehreren Faktoren.

Wenn wir also die Erfahrung der Person, unsere Coaching -Expertise und die Wissenschaft zusammen bringen, haben wir eine ziemlich gute Ahnung von der BESTEN Ernährung für diesen Menschen.

Wichtig ist dann nicht warum und wieso sondern erst mal nur WAS genau jetzt zu tun ist. Die Details über das Warum kommen Stück für Stück und auch nur in dem Maß in dem es nötig ist.